Happy 80th Birthday Georg Baselitz

Georg Baselitz: Sono sei Piedi, Sing Sang Zero, Well fare Bill, Avignon Dada Strip

Georg Baselitz Biographie

"Kopf über"

 

Er hat ab den 60er Jahren die Kunstwelt

buchstäblich auf den Kopf gestellt !

 

Hans-Georg Kern wurde 1938 in Deutschbaselitz geboren, unter dem Pseudonym Georg Baselitz hat er ab den 60er Jahren die Kunstwelt und seine Bilderwelt buchstäblich auf den Kopf gestellt.Georg Baselitz studierte zuerst an der Hochschule für bildende Künste in Ost-Berlin, nach einem Verweis wegen „gesellschaftlicher Unreife“ zog er nach West-Berlin, wo er sein Studium bei Professor Hahn Trier fortsetzte. Damit fand die Auseinandersetzung mit dem System DDR und dem Menschen als Wunschbild schon früh in seinem Werk statt.

 

"Mit seinem onanierenden Hitlerjungen

stieß er den prüden und spießigen Betrachter

dieser Zeit vor den Kopf."

 

Mit Eugen Schönebeck veröffentlichte Georg Baselitz das Pandämonische Manifest, indem beide Künstler sich gegen etablierte Kunstrichtungen auflehnten. Baselitz bewies sein provokatives Verhalten nicht nur in der DDR: Mit seinem Bild „Die große Nacht im Eimer“ löste Georg Baselitz 1963 einen weltweiten Skandal aus, der zur Beschlagnahmung des Bildes führte. Mit seinem onanierenden Hitlerjungen stieß Baselitz den prüden und spießigen Betrachter dieser Zeit vor den Kopf.

Baselitz´ Bilder sind von starker Farbigkeit und Unaufgeräumtheit geprägt. Trotzdem sind sie stimmig in ihrer Komposition. „Deutsch“ bezeichnet der Künstler stets als ein Synonym für Brutalität. Dieses Deutschtum macht er in seinen Arbeiten stilistisch immer wieder sichtbar. Vor allem in seinen Holzplastiken zeigt sich die gewaltsame Herangehensweise an das Material.

Ende der Neunziger Jahre verarbeitet Georg Baselitz mit dem Zyklus „Russenbilder“ die Ästhetik seiner Jugend. Baselitz malt Lenin und Stalin in seiner gewohnten Manier auf den Kopf gestellt und einige Bilder sind durchsetzt von weißen Kreisen der Farbdosen, die während des Malprozesses auf der Leinwand standen.

Einige Zeit später wagt sich Georg Baselitz an ein neues Projekt, er malt neue Versionen seiner berühmtesten Bilder, die er „Remix“ betitelt. Damit will Georg Baselitz noch mehr aus ihnen herausholen, sie zeitgemäßer machen. Die Kritik beurteilt die Serie als Beweis dafür, dass der Maler müde geworden ist. Dabei wird sein Duktus wird mit zunehmendem Alter immer schneller. Die Dichte seines Ausdrucks scheint beständig zu steigen.