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Joseph Beuys - Biographie

„Eine Gesellschaftsordnung wie eine Plastik zu formen, das ist meine und die Aufgabe der Kunst. Sofern sich der Mensch als Wesen der Selbstbestimmung erkennt, ist er auch in der Lage, den Weltinhalt zu formen.“

 

Nichts weniger als die Revolution durch die Kunst forderte der 1921 in Krefeld geborene Joseph Beuys. Allein ihr sprach er die evolutionäre Kraft zu, erstarrte Strukturen der Gesellschaft aufzubrechen und neu zu ordnen. Grundlegend dabei war für Beuys sein Konzept des Erweiterten Kunstbegriffes: Das Prinzip des Gestaltens sollte über klassische Gattungen der Bildenden Kunst hinaus in das Leben selbst hineinwirken. Grenzen zwischen Kunst und Leben sollten verschwinden.

 

Das Zitat „Jeder Mensch ist ein Künstler“ gehört dabei wohl zu den meist zitiertesten aber auch häufig missverstandenen Äußerungen des Künstlers. Beuys bescheinigte damit nicht jeder Person ein Talent zum Bildender Künstler, sondern formulierte vielmehr sein anthropologisches Kunstverständnis: Der Mensch ist das gedankliche Zentrum. Er ist Kreator und Schöpfer. Mit Hilfe seiner Kreativität soll er zu einer gestaltenden Kraft der Gesellschaft werden und so den sozialen Organismus, die Soziale Plastik formen.

„Eine Gesellschaftsordnung wie eine Plastik zu formen, das ist meine und die Aufgabe der Kunst.“

Dem Künstler ging es hierbei nicht um das materielle Kreieren. An Rudolf Steiners Philosophie anknüpfend postulierte Beuys, dass die Freiheit im Denken ihren Ursprung habe und das Denken selbst bereits ein „unsichtbarer plastischer Prozess“, eine geistige Formung und eine Gedankenskulptur sei.

 

Joseph Beuys gehört heute international zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete unter anderem mit Andy Warhol, Nam June Paik und Wolf Vostell. Künstler wie Christoph Schlingensief oder Matthew Barney werden heute mit ihm und seinem Werk in Verbindung gebracht. Sein Œvre umfasst Zeichnungen, Skulpturen, Aktionen und Installationen, in denen, mit Bezug zu seinem gedanklichen Kosmos, wiederholt Materialien wie Fett und Filz als Energie- und Wärmespeicher, der Hase als Symbol der Inkarnation, die Biene als wärmeverbundenes Wesen und Produzentin von Wachs und schließlich der Honig als symbolisches Produkt für das Denken des Menschen Verwendung finden. Stets thematisiert Beuys den Fluss von Energien, das Aufspannen von Gegensätzen und die Veränderung von Aggregatszuständen zwischen flüssig und hart, warm und kalt, organisch und kristallin.

 

Mit Aktionen wie I like America and America likes Me in der Galerie René Block in New York (1974) oder Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt in der Galerie Schmela in Düsseldorf (1965), mit Installationen wie Zeige Deine Wunde (1974/75) oder mit seinem Informationsbüro der Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung auf der documenta in Kassel (1972) hat Beuys eines der meist diskutiertesten Werke im Nachkriegsdeutschland geschaffen. Es ist bis heute Ausdruck einer Dringlichkeit, in der die Kunst nicht selbstreferenziell, sondern in Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und ihren Entwicklungen, mit der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Situation entsteht.

Joseph Beuys - Kunstausstellungen

Beuys war mehrfach auf internationalen Gruppenausstellungen wie der documenta oder der Biennale di Venezia vertreten. Darüber hinaus wurden ihm zahlreiche Einzelausstellungen gewidmet. 1979 erhielt er im Alter von 58 Jahren als erster deutscher Künstler eine Retrospektive im Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Weitere international renommierte Museen wie das Museum of Modern Art, das Centre Georges Pompidou, die Tate Modern oder zuletzt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zeigten sein Werk in umfassenden Ausstellungen.

 

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"DDR Tüte", 1977-1980

Joseph Beuys: DDR Tüte, 1977-1980

Joseph Beuys

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